Beauty Begriff

Porosität

Eigenschaft des Haares, Feuchtigkeit und Produkte aufzunehmen und wieder abzugeben.

Haarporosität beschreibt, wie offen die äußere Schuppenschicht des Haares ist und wie schnell es dadurch Feuchtigkeit, Pflege und Farbe aufnimmt und wieder abgibt. Die Bedeutung von Porosität ist allgemein „Durchlässigkeit“; im Englischen heißt der Begriff „porosity“. Man unterscheidet grob niedrige, mittlere und hohe Porosität. Haar mit niedriger Porosität hat eine eng anliegende Schuppenschicht, nimmt Wasser und Produkte langsam auf und braucht bei einer Coloration oft länger. Poröses Haar mit hoher Porosität saugt schnell, verliert Feuchtigkeit und Farbe aber ebenso schnell, wirkt trocken und rau und neigt zu Frizz.

Erklärt von Beauty Hair & Skin, Ihrem Friseur und Kosmetikstudio in Garbsen – wir beraten Sie beim Termin gern persönlich dazu.

Warum der Begriff wichtig ist

Poröses Haar kann Farbe schneller annehmen, aber auch schneller verlieren und trockener wirken.

Im Salon eingeordnet

Was das für Ihre Beratung bedeutet

Pflege und Colorationsstrategie sollten auf die Porosität abgestimmt werden.

Porosität ist kein isoliertes Versprechen

Beauty Begriffe werden online häufig stark verkürzt verwendet. In der Praxis hängt ihre Bedeutung jedoch davon ab, auf welche Ausgangslage sie angewendet werden. Haarstruktur, bestehende Farbe, Hautzustand, Naturwimpern, Pflegeprodukte und persönliche Ziele können die passende Umsetzung deutlich verändern.

Deshalb dient diese Erklärung als Orientierung und nicht als Ferndiagnose. Vor einer Behandlung werden Wünsche und mögliche Grenzen gemeinsam besprochen. Bei medizinischen Beschwerden oder anhaltenden Hautreaktionen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Poröses Haar: Ursachen und woran Sie es erkennen

Poröses Haar entsteht meist durch Belastungen, die die Schuppenschicht aufrauen oder öffnen. Dazu gehören Blondierung, Coloration und Dauerwelle, häufiges Glätten oder Föhnen ohne Hitzeschutz, UV-Strahlung, Chlor- und Salzwasser sowie kräftiges Bürsten im nassen Zustand. Hinzu kommt das Alter der Längen: Die Spitzen sind oft schon mehrere Jahre alt und deshalb in der Regel poröser als der frische Ansatz. Auch die Haarstruktur spielt eine Rolle, lockiges Haar neigt häufig zu höherer Porosität. Erkennbar ist hohe Porosität an rauen, stumpfen Längen, schnellem Verknoten, Frizz und Farbe, die rasch verblasst. Haar mit niedriger Porosität wirkt dagegen glatt und glänzend, braucht aber lange zum Durchnässen und Trocknen, und Pflege liegt schnell schwer auf. Der beliebte Wasserglastest, bei dem eine Strähne schwimmt oder sinkt, ist wenig zuverlässig, weil Rückstände von Pflege und Öl das Ergebnis verfälschen. Aussagekräftiger ist der Griff entlang der Strähne vom Ende zum Ansatz, kombiniert mit dem geschulten Blick im Salon.

Haarporosität und Coloration: warum Farbe ungleichmäßig werden kann

Für jede Farbbehandlung ist die Haarporosität eine zentrale Größe. Poröse Längen nehmen Farbpigmente schneller und intensiver auf als der Ansatz, verlieren sie aber auch schneller wieder. Ohne Anpassung entstehen so dunklere oder stumpfe Spitzen, ein ungleichmäßiger Verlauf oder ein Ton, der nach wenigen Wäschen ausgewaschen wirkt. Bei der Blondierung reagiert poröses Haar empfindlicher, deshalb wird hier besonders vorsichtig gearbeitet und eine deutliche Aufhellung gegebenenfalls in Etappen geplant. Soll stark aufgehelltes Haar wieder dunkler werden, ist häufig eine Vorpigmentierung nötig, damit die neue Farbe nicht grünlich oder fahl wirkt. In der Farbberatung beurteilen wir Ansatz, Längen und Spitzen deshalb getrennt und stimmen Mischung und Einwirkzeit darauf ab. Eine Haarveredelung mit Glossing kann den Ton ausgleichen und die Oberfläche glatter wirken lassen. Für Farbe und Pflege arbeiten wir mit Produkten von Wella Professionals.

Pflege bei hoher und niedriger Haarporosität

Hohe Porosität braucht vor allem Feuchtigkeit, die im Haar bleibt. Hilfreich sind ein mildes Shampoo, ein Conditioner im leicht sauren Bereich, der die Schuppenschicht glättet, und eine Kur, die Feuchtigkeit und Proteine ausgewogen kombiniert. Zu viel Protein kann das Haar allerdings hart und brüchig wirken lassen. Ein Leave-in und wenige Tropfen Öl in den Spitzen schließen die Pflege ab, vor dem Föhnen oder Glätten gehört Hitzeschutz dazu. Waschen Sie lauwarm und entwirren Sie sanft von den Spitzen aufwärts. Wichtig zu wissen: Eine geöffnete Schuppenschicht lässt sich pflegen und glätten, aber nicht dauerhaft reparieren. Stark poröse Spitzen werden deshalb regelmäßig geschnitten. Bei niedriger Porosität sind leichte Produkte sinnvoll, die nicht auf dem Haar liegen bleiben. Eine Kur wirkt mit etwas Wärme gründlicher, etwa unter einem warmen Handtuch, und gelegentlich hilft ein klärendes Shampoo gegen Rückstände. Welche Pflege zu Ihrem Haar passt, besprechen wir gern im Termin.

Häufige Fragen zum Begriff Porosität

Was heißt Porosity auf Deutsch?

Porosity ist das englische Wort für Porosität, also Durchlässigkeit. In der Haarpflege bezeichnet es, wie leicht Wasser, Pflege und Farbe durch die äußere Schuppenschicht ins Haar gelangen und wieder austreten. Im Deutschen spricht man von Haarporosität und unterscheidet niedrige, mittlere und hohe Porosität.

Wie teste ich die Porosität meiner Haare?

Zu Hause lässt sich die Porosität grob am Griff erkennen: Fahren Sie eine Strähne vom Ende Richtung Ansatz entlang. Fühlt sie sich rau an und trocknet sie sehr schnell, spricht das für hohe Porosität. Der Wasserglastest ist verbreitet, aber unzuverlässig. Im Salon beurteilen wir Ansatz, Längen und Spitzen getrennt, weil die Porosität innerhalb einer Strähne stark schwanken kann.

Was bedeutet hohe Porosität bei Haaren?

Hohe Porosität bedeutet, dass die Schuppenschicht geöffnet oder aufgeraut ist. Das Haar nimmt Wasser und Pflege schnell auf, gibt sie aber ebenso schnell wieder ab. Typisch sind trockene, raue Längen, Frizz, schnelles Verknoten und Farbe, die rasch verblasst. Häufige Ursachen sind Blondierung, Hitze, Sonne und mechanische Belastung.

Kann man poröses Haar reparieren?

Dauerhaft reparieren lässt sich die geschädigte Schuppenschicht nicht, denn die Haarlängen sind kein lebendes Gewebe. Pflege mit Feuchtigkeit, ausgewogenen Proteinen und sauren Conditionern glättet die Oberfläche aber spürbar und macht das Haar geschmeidiger. Nachhaltig verbessert sich das Haarbild, wenn neue Schäden vermieden und stark poröse Spitzen regelmäßig geschnitten werden.

Warum verblasst Haarfarbe bei porösem Haar so schnell?

Weil die geöffnete Schuppenschicht die Farbpigmente nicht gut im Haar hält. Mit jeder Wäsche werden dadurch mehr Pigmente ausgespült als bei intaktem Haar. Farbschonendes Shampoo, lauwarmes Wasser, saure Pflege und Hitzeschutz verlangsamen das. Ein Glossing im Salon kann den Ton zwischen zwei Colorationen auffrischen.

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